.... wenn Sie sich erstmal dran gewöhnt
haben!
Ausdrücke, die Sie im Zusammenhang mit Wein hören oder auf Weinetiketten/ Bewertungen finden. Wir haben für Sie die wichtigsten Begriffe der Wein - Sprache in alphabetischer Reihenfolge zusammengestellt:
Abgang:
Der Geschmack, der im Mund zurückbleibt, wenn man den Wein hinuntergeschluckt hat, d.h. der Nachgeschmack
Ausgeglichen / Ausgewogen:
Ein Wein, dessen Inhaltsstoffe- Frucht, Eiche und Tannin- in ausgewogenem Verhältnis zueinander
stehen und der deshalb angenehm zu trinken ist.
Barrique (gereift):
Ein Eichenholzfass, in dem Wein gelagert und ausgebaut wird. Hat in der Regel einen Inhalt von 225 Liter. Dient dazu das Aroma
des Weins durch Komponenten aus dem Holzfass abzurunden. Hierdurch kann man z.B. Röst- oder Vanillearomen erzeugen.
Biss:
Der Wein erzeugt im Mund ein positives, saftiges Gefühl
Bukett/ Nase:
Fachausdruck für den Geruch des Weines
Cuvée:
Aus dem Französischen stammende gebräuchliche Bezeichnung für einen Verschnitt von zwei oder mehreren
Weinen aus verschiedenen Rebsorten, Lagen oder Jahrgängen. Insbesondere bei Rotweinen angewendet.
Elegant:
Ein feiner, leichter Wein- das heißt kein wuchtiger Wein mit Eichengeschmack. Kann auch als klassisch oder
harmonisch bezeichnet werden.
Erdig:
Wörtlich zu nehmen. Ein leicht erdiges Aroma, das sich in manchen Weinen bemerkbar macht, ist tatsächlich dem
Boden zu verdanken. Meistens angenehmer als es klingt.
Fest:
Gut strukturiert. Meist für Rotweine verwendet, um
ihre Alterungsfähigkeit zu beschreiben.
Fleischig:
Beschreibt einen besonders üppigen Wein
Frisch:
Weist auf hohen Säuregehalt hin
Gaumen:
Anderer Ausdruck für den Weingeschmack im Mund.
Gehaltvoll:
Ein Wein- meist Rotwein- mit warmen, süßen, reifen Fruchtaromen
Geschmeidig:
Positive Bezeichnung für einen Rotwein, der weich, fruchtig und ausgeglichen ist, das Gegenteil von
tanninreich.
Jung/ jugendlich:
Etwas zweideutig. Kann sich positiv auf die Tatsache beziehen, dass ein Wein frisch und fruchtig
schmeckt, kann aber auch bedeuten, dass noch ein paar herbe Aromen zu spüren sind, die der Verkoster nicht schätzt oder
die noch etwas Zeit brauchen, um sich zu integrieren.
Komplex / Spiel:
Ein Wein, der mehrere sich überschneidende
Aromen aufweist und nicht nur einfach fruchtig ist. Halt ein Wein mit vielen Gesichtern.
Kräftig / Wuchtig:
Bezeichnung für einen Wein mit viel Geschmack, aber vielleicht nicht sehr viel Feinheit.
Oft für preiswertere, körperreiche Weine verwendet, die man auch als kernig bezeichnet.
Lang / Nachhaltig:
Bezeichnung für den Nachgeschmack. Ein Wein, dessen Geschmack noch im Mund verweilt, nachdem er
hinuntergeschluckt wurde, wird als "lang am Gaumen" bezeichnet. Ein Wein, der schnell verschwindet, ist "kurz".
Mager:
Ein sehr trockener Wein oder einer, der etwas dünn schmeckt.
Maskulin:
Ausdruck für herbe und kräftige Geschmacksstoffe
Meritage:
Bezeichnung für einen Cuvée aus Kalifornien
Pikant:
Saftiges Aufeinandertreffen von Süße und Säure
Rebsortenwein:
Ein aus einer einzigen Rebsorte hergestellter, also ein rebsortenreiner Wein.
Rund:
Ein weicher Wein, der sich angenehm trinkt.
Saftigkeit:
Ähnelt dem Gefühl beim Biss in eine frische Frucht.
Säure:
Positiver, als es klingt. Ohne Säure- eine leichte Schärfe, würden Weine flach und fade schmecken.
Sauber:
Ein Wein, der technisch einwandfrei, aber nicht sehr attraktiv ist. Meist gebraucht für billigere
Weine, um fachliche Zustimmung auszudrücken.
Seidig:
Weine mit besonders feiner Konsistenz, die sich fast wie
Seide im Mund anfühlen.
Sortentypisch:
Ein Wein, der für die Rebsorte, aus der er bereitet wurde, typisch ist.
Struktur:
Ein Wein, der nicht nur im Augenblick begeistert, wird als gut strukturiert bezeichnet. Meist ist damit
gemeint, das er gut altern kann.
Tannin:
Auch Gerbsäure oder Gerbstoffe genannt. Tannine gehören zur Gruppe der Phenole. Sie spielen beim Altern von
Weinen eine zentrale Rolle. Vor allem junger Rotwein enthält hohe Mengen an Tanninen. Sie verursachen im Mund ein
charakteristisches Gefühl von Trockenheit. Die Schleimhäute ziehen sich zusammen und man hat das Gefühl trotz Flüssigkeit
nichts im Mund zu haben.
Tannine stammen aus den Stielen, Kernen und Schalen der Traube, insbesondere bei Rotweinen.
Sie gelangen beim Maischen in den Traubensaft. Zusätzliche Tannine nimmt der Wein aber auch aus den Holzfässern auf, in
denen er gelagert wird. Dies wird gezielt eingesetzt beim Ausbau des Weines im Barrique.
Tanninreich:
Auch gerbstoffreich oder gerbstoffbetont. Herb, leicht hart- doch altern Weine, die in der Jugend
tanninreich sind, sehr gut. wird auf Rotweine angewandt
Trocken:
Kann irreführend sein, weil der eine etwas als trocken empfinden kann und
der andere nicht. Fast alles, was nicht halbtrocken oder süß ist, kann als trocken bezeichnet werden. In Deutschland
gibt es zudem auch Vorgaben, ab wann ein Wein den Namen trocken tragen muss oder darf, dies kann in anderen Ländern
leicht variieren. Trocken dürfen sich deutsche Weine nennen, die nicht mehr als 9 Gramm Restsüße pro Liter haben.
Der Säuregehalt darf dabei nur 2 Gramm geringer sein als der Zuckergehalt (bei 9 Gramm Süße also 7 Gramm Säure).
Ansonsten muss die Restsüße bei maximal 4 Gramm liegen.
Verschlossen:
Ein Wein, der nach wenig rieccht oder schmeckt, aber ein Potenzial besitzt. Manchmal braucht
ein junger Wein Zeit, um seine Aromen zu entwickeln.
Weich:
Gilt vor allem für Rotweine ohne harte oder Tannine oder betonte Säure.
Weinig:
Ein Wein, der nach Wein schmeckt. Man könnte meinen, dass dieser Ausdruck auf alle Weine zutrifft,
doch der Begriff wird eher bei traditionellen, nicht sehr fruchtigen Versionen angewendet.
Würzig:
Diesen Geschmack nimmt man meist im Abgang war. Er ist normalerweise das Ergebnis von Eiche, doch auch
einige Rebsorten, wie z.B. Shiraz oder Zinfandel sind besonders würzig.