.... warm wird er von ganz allein!

Generell gilt die Faustformel, je schwerer und voller der Wein, desto wärmer trinkt man ihn.

Vieler Orts kennt man noch die Regel, Rotwein bei Zimmertemperatur zu trinken. Dies ist aber nicht mehr zeitgemäß. Früher lebte man in ca. 18 Grad warmen Zimmern. Im Laufe der Zeit ging der Trend aber zu wärmeren Wohnungen, wo die Temperatur auch mal 23 Grad betragen kann. Dies ist selbst für einen sehr schweren Rotwein dann doch zu warm. Daher stellen Sie den Wein am besten kurz kühl, warm wird er relativ schnell von selber im Glas.

Natürlich erreichen Sie auch viel durch Testen. Warmer Wein schmeckt schnell alkohollastig, kalter Wein verschließt sich Ihnen und entwickelt kaum Aroma. Dies können Sie selber regulieren, indem Sie den Wein entweder kurz in den Kühlschrank stellen oder im anderen Fall einfach noch paar Minuten mit dem Weitertrinken warten.

Ein nützliches Hilfsmittel ist ein Weinthermometer. Allerdings wollen Sie ja Wein genießen und sind nicht im Chemielabor. Ein kühler Raum reicht bei Rotwein meistens völlig aus. Achten Sie nur darauf, dass sich Wein beim Eingießen bereits um 1 Grad erwärmt.


Hier eine Trinktabelle, die Ihnen als Richtwert dienen soll:

 Spitzenrotweine  16 bis 18 Grad Celsius
 kräftige, gehaltvolle Rotweine
 15 bis 17 Grad Celsius
 leichte, frische Rotweine
 12 bis 15 Grad Celsius
 Roséweine   09 bis 11 Grad Celsius
 würzige Weißweine und Spitzenweißweine
 09 bis 12 Grad Celsius
 trockene, frische Weißweine
 08 bis 10 Grad Celsius
 Champagner, Schaumwein
 06 bis 08 Grad Celsius
 Likörwein
 10 bis 16 Grad Celsius